Wirtschaftschemie

Wirtschaftschemie

Die Schnittstellenkompetenz, die die technische Industrie seit Jahrzehnten am Wirtschaftsingenieur schätzt, findet die chemische Industrie in Absolventen der Wirtschaftschemie. Die Kombination aus chemischen und betriebswirtschaftlichen Fachkompetenzen gewinnt stetig an Beliebtheit und Relevanz, sei es unter anderem in der Forschung & Entwicklung von Pharmaunternehmen, im Nachhaltigkeitsmanagement im öffentlichen Dienst oder im Konsumgütermarketing. Fünf deutsche Hochschulen und die Universität Zürich bieten dieses interdisziplinäre Fach als Bachelor- und/oder Masterstudiengang an.

Vereinsnetzwerk

Als lokaler Verein für die Kieler Wirtschaftchemiker kooperieren wir mit den Jungen WirtschaftschemikerInnen (JuWiChem). JuWiChem ist eine Untergruppe der Vereinigung für Chemie und Wirtschaft (VCW), welche eine Sektion der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) darstellt. JuWiChem bildet damit ein nationales Netzwerk für Studierende und junge Absolventen mit Interessen an Chemie und Wirtschaft.

Unseren Mitgliedern gibt diese Kooperation die Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zu schauen, Gleichgesinnte kennenzulernen sowie sich überregional zu vernetzen und auszutauschen. Die Interessen des Vereins werden durch einen von uns bekleideten ständigen oder einen Gastsitz im JuWiChem-Bundesvorstand vertreten. Weitere Informationen sind unter JuWiChem zu finden.

Auch die anderen Wirtschaftschemiker-Vereine, die sich an den weiteren Hochschulstandorten mit dem Studiengang Wirtschaftschemie gebildet haben, kooperieren mit JuWiChem. Dies sind u. a. die Gemeinschaft Düsseldorfer Wirtschaftschemiker e.V. und die Vereinigung der Wirtschaftschemiker Westfälischen Wilhelms-Universität Münster e.V..

Studium in Kiel

Studierende haben an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Möglichkeit, Wirtschaftschemie im sieben-semestrigen Bachelor und anschließend im drei-semestrigen Master zu belegen und sich so für unterschiedlichste Tätigkeiten, z.B. in der chemischen Industrie, der Logistik oder einer Unternehmensberatung zu qualifizieren.

Im Bachelorstudiengang werden die Grundlagen der Chemie und angrenzender Naturwissenschaften  parallel zu einem breiten, betriebswirtschaftlichen Fundament gelegt, wobei die Chemie mit einem Anteil von ca. 65% überwiegt. Mehrere Laborpraktika erlauben es den Studierenden, die erworbenen theoretischen Kenntnisse experimentell zu überprüfen und vermitteln die Basis des wissenschaftlichen Arbeitens. Eine Reihe von Wahlmodulen bietet die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und eigene Interessen zu verfolgen. Ein mindestens zehn-wöchiges Pflichtpraktikum in einem Unternehmen gegen Ende des Bachelorstudiums eröffnet erste Einblicke in die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der erlernten Fähigkeiten und die Möglichkeit, ein Netzwerk mit Professionals aufzubauen, das den späteren Berufseinstieg erleichtern kann. Mit der Bachelorarbeit wird zum ersten Mal ein klar abgegrenztes wissenschaftliches Thema vollkommen eigenständig bearbeitet.

Im Masterstudiengang ist es möglich, durch freie Wahl von naturwissenschaftlichen und wirtschaftsorientierten Modulen das eigene Profil zu schärfen. Dazu belegt man in den ersten zwei Semestern mindestens je ein Drittel Wirtschafts- und Chemie-Kurse und vollendet das Masterstudium im dritten Semester mit der sechsmonatigen Masterarbeit, die auf Eigeninitiative auch in einem Unternehmen geschrieben werden kann.

Anschließend besteht die Möglichkeit einer Promotion sowohl in betriebswirtschaftlichen als auch in naturwissenschaftlichen Themengebieten.